Römer im Innviertel

In Altheim wurden bei Ausgrabungen römische Münzen und Fibeln gefunden. Dann legten die Archäologen mit ihrem Handwerkszeug die Überreste dreier römischer Landhäuser frei.

Römer im Innviertel

Zwischen dem 1. und dem 3. Jahrhundert nach Christus siedelten in unserer Gegend Römer, im so genannten „Hinterland der Reichsgrenze“.

Archäologie

Seit 1985 werden arch?ologische Bodendenkmäler und Funde im südlichen Innviertel vom österreichischen Bundesdenkmalamt systematisch erfasst. In diesem Rahmen begann 1991 das Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien, römerzeitliche Landgüter in Altheim zu erforschen.

Villa Rustica

Es wurden die Standorte dreier römischer Landhäuser (villae rusticae) gefunden. Die Villen liegen in etwa 3 km Luftlinie von einander entfernt auf gegenüberliegenden Hängen, ihre Entstehungszeiten sind um das 1., 2., und 3. Jahrhundert nach Christus anzusetzen – die Archäologen kamen auf diese Datierung durch die Auswertung der Bausubstanz und Funde.

Breit angelegte Forschungen lieferten wichtige Ausagen zur römischen Besiedlung und zur Wirtschaftsform des römischen Landbaues im Hinterland der Reichsgrenze. Die Projekte wurden vom Land Oberösterreich, vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, vom österreichischen Bundesdenkmalamt, und von der Stadt Altheim selbst finanziert.

Link zu Wikipedia: Was ist eine Villa Rustica?

Nachhaltigkeit

Die Ergebnisse sollen auch im Hinblick auf sanften Tourimus und einem neubewerteten Freizeitverhalten der Region neue Impulse vermitteln.

Römer erleben

Die Ergebnisse der Feldforschungen und archäologischen Arbeiten können im Römer-Erlebenismuseum Altheim, im Ochzethaus, besichtigt werden. Die Dauerausstellung erlaubt Besuchern Einblicke in das Leben und die Umwelt der Römer am Unteren Inn und zeigt Methoden und Arbeitsweisen der praktischen Archäologie.